Die ganze Bandbreite der Playoff-Emotionen brachten die Doppelspiele den SVWE-Teams am vergangenen Wochenende. Die U21 reizt beim dritten Finaleinzug in Serie alles aus, siegt zweimal dramatisch 5:4, einmal nach Verlängerung, einmal im Penaltyschiessen. Die U18 unterliegt zweimal mit einem Tor und liegt in der Serie gegen Thun nun zurück, will aber mit einem Auswärtssieg am Samstag am Sonntag nochmals nach Kirchberg zurückkehren. Schliesslich bedeutet die 0:2-Niederlage der U16 das Saisonende.
Playoffs U-Teams
U21-Viertelfinal („best of five“): SVWE vs. Alligator Malans – Endstand: 3:2
U21-Halbfinal („best of five“) SVWE vs. HC Rychenberg -Stand – Endstand 3:0
Spiel 1: 6:3
Spiel 2: 5:4 n. Verl
Spiel 3: 5:5 n. Pen.
U21 damit im Finale gegen Floorball Köniz – 1. Spiel am Sa. 28. März in Kirchberg
U18-Viertelfinal („best of five“): SVWE vs. Tigers Langnau – Endstand: 3:1
U18-Halbfinal („best of five“): SVWE vs. UHC Thun – Stand: 1:1
Spiel 1: 9:5
Spiel 2: 4:5
Spiel 3: 7:8
Spiel 4: Sa. 21.03. 14.00 in Thun
ev Spiel 5: So. 22.03. 13.30 in Kirchberg
U16-Achtelfinal („best of three“): SVWE vs Ticino Unihockey – Endstand 2:1
U16-Viertelfinal („best of three“): SVWE vs HC Rychenberg – Endstand: 0:2
Spiel 1: 5:6 n. Verl.
Spiel 2: 0:2
U21: Was für eine Halbfinalspiel-Serie
Die U21 des SV Wiler Ersigen setzte sich am Samstag in einem intensiven, umkämpften und phasenweise nervenaufreibenden Playoff Duell gegen den HC Rychenberg Winterthur mit 5:4 nach Verlängerung durch. Wer an diesem Nachmittag in Winterthur in der Halle sass, bekam nicht nur viel Tempo und Spannung geboten, sondern auch den besten Beweis dafür, dass sich Einsatz, Geduld und ein starker Teamgeist am Ende auszahlen.
Die Partie begann aus Sicht von Wiler noch etwas zurückhaltend. Rychenberg erwischte den besseren Start und konnte in der 18. Minute mit 1:0 in Führung gehen. Wiler liess sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Statt Hektik machte sich auf dem Feld zunehmend Entschlossenheit breit. Im zweiten Drittel wurde diese Reaktion dann auch auf dem Matchblatt sichtbar. In der 24. Minute war es Yannick Oberli, der nach Vorarbeit von Büchi zum 1:1 ausglich und damit das Spiel wieder komplett öffnete. Die Partie blieb intensiv, umkämpft und emotional, genauso, wie man es von einem Playoffhalbfinal erwarten darf. In einer Druckphase geling es Rychenberg in der 37. Minute das 2:1. Doch auch diesmal hatte Wiler die passende Antwort bereit. Kurz vor der zweiten Pause schlug Cedric Buri zu und stellte nach Assist von Schneider auf 2:2. Ein psychologisch enorm wichtiger Treffer, der den Schwung wieder auf die Seite der Gäste brachte. Im letzten Drittel wurde dann endgültig alles geboten, was Unihockey so unterhaltsam macht. Tore, Tempo, Emotionen und immer wieder Wendungen. Wiler legte vor und ging in Führung. Doch Rychenberg zeigte Moral und liess sich auch von einem Rückstand nicht aus dem Konzept bringen. In der 56. Minute war es Damian Hocevar, der nach Zuspiel von Stecher den wichtigen Treffer zum 4:4 für Rychenberg erzielte. Allerdings wäre es kein Playoff spiel gewesen, wenn es ruhig zu Ende gegangen wäre. Spätestens jetzt war klar, dass diese Partie nichts für schwache Nerven ist. Beide Teams wollten die Entscheidung in der regulären Spielzeit erzwingen, doch der fünfte Treffer wollte vor dem Schlusspfiff nicht mehr fallen. Also ging es in die Verlängerung. Und dort hatte Wiler nicht nur die nötige Energie, sondern auch das letzte Wort. In der 68. Minute war es erneut Cedric Buri, der mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags zum 5:4 traf und den SV Wiler Ersigen U21 zum umjubelten Sieg schoss. Ein Treffer, der nicht nur das Spiel entschied, sondern vermutlich auch den Puls auf der Bank kurzzeitig in weniger gesunde Bereiche brachte.
Dieser Erfolg war ein Sieg des gesamten Teams. Wiler zeigte Kampfgeist, Qualität und immer wieder die richtige Reaktion auf Rückschlage. Manchmal reicht es, wenn man hart arbeitet, zusammenhält und am Ende einmal mehr trifft als der Gegner. Genau das hat Wiler getan.
Und dann noch mehr Dramatik
Die U21 des SV Wiler Ersigen sicherte sich mit einem 5:4 Sieg nach Penaltyschiessen gegen den HC Rychenberg Winterthur den Einzug in den Playoff Final. Es war ein Spiel, das alles bot, was ein Halbfinal braucht. Einen starken Start, eine komfortable Führung, eine dramatische Wende und am Ende grossen Jubel auf Seiten des Heimteams.
Wiler startete wie gewünscht in die Partie und zeigte von Beginn an, dass man vor Heimpublikum den Finaleinzug schaffen wollte. Bereits früh brachte Lars Schneider den SVWE mit 1:0 in Führung. Wenig später legte er gleich noch das 2:0 nach und sorgte damit für einen optimalen Start. Wiler trat konzentriert auf, war defensiv stabil und nutzte die Chancen effizient. Der Gegner aus Winterthur fand in dieser Phase nur selten ein Mittel gegen die kompakte und entschlossene Spielweise des Heimteams. Auch nach der Pause blieb Wiler am Drücker. Mit viel Einsatz, Tempo und einer guten Portion Spielkontrolle konnte die Führung weiter ausgebaut werden. Cedric Oberli traf zum 3:0 und Yannick Oberli erhöhte später sogar auf 4:0. Zu diesem Zeitpunkt schien die Partie in sehr geordneten Bahnen zu verlaufen und auf den Rängen machte sich bereits Zuversicht breit. Alles sprach für einen gelungenen Nachmittag mit einem souveränen Heimsieg. Doch ein Playoff Halbfinal wäre kein Playoff Halbfinal, wenn es ganz ohne Drama ablaufen Würde. In der Schlussphase drehte Rychenberg noch einmal auf und kam innerhalb kurzer Zeit immer näher heran. Wiler musste plötzlich deutlich mehr verteidigen und der Vorsprung begann zu schmelzen. Aus dem sicheren 4:0 wurde erst ein 4:1, dann ein 4:2 und schliesslich auch noch ein 4:3. Das Time Out von Wiler sollte nochmals Ruhe bringen, doch Winterthur blieb hartnäckig und kam kurz vor Schluss tatsächlich noch zum 4:4 Ausgleich. Damit war die Spannung perfekt. Aus einer langen kontrollierten Partie wurde ein echter Krimi. In der Verlängerung suchten beide Teams die Entscheidung, gingen aber auch kein unnötiges Risiko mehr ein. So blieb es nach der Overtime beim Unentschieden und das Penaltyschiessen musste über den Finaleinzug entscheiden. Dort zeigte Wiler dann genau die Nervenstärke, die es in solchen Momenten braucht. Wiler verwandelten ihre Penaltys und sicherten dem SV Wiler Ersigen am Ende den 5:4 Sieg.
Unter dem Strich war es ein intensiver, emotionaler und erfolgreicher Nachmittag in Kirchberg. Wiler zeigte über weite Strecken eine starke Leistung, überstand die hektische Schlussphase und bewies im entscheidenden Moment einen kühlen Kopf. Oder anders gesagt: Erst fast zu ruhig, dann plötzlich sehr spannend und am Ende einfach nur schön. Final, wir kommen.
U18: Zwei Niederlagen im Playoff-Halbfinal – Serie kippt
Die U18 muss im Playoff-Halbfinal zwei Niederlagen in Folge hinnehmen. Sowohl am Samstag wie auch am Sonntag zeigte das Team phasenweise gute Ansätze, doch über die gesamten 60 Minuten gelang es nicht, die eigene Leistung konstant abzurufen. Am Ende musste man sich in beiden Spielen geschlagen geben.
Spiel 2 in Thun – Führung aus der Hand gegeben
Im zweiten Spiel der Serie entwickelte sich von Beginn weg eine intensive Partie. Die U18 startete gut und ging durch Robin Döbeli früh in Führung. Kurz darauf erhöhte die U18 auf 2:0 und sorgte damit für eine vielversprechende Ausgangslage.
Doch der Gegner fand zunehmend besser ins Spiel und nutzte seine Chancen effizient. Bis zur zweiten Pause verkürzte Thun auf 3:2. Im Schlussdrittel wurde die Partie nochmals richtig spannend: Nach einem schön herausgespielten Treffer konnte die U18 den Vorsprung erneut auf zwei Tore ausbauen. Doch Thun gab nicht auf, kam immer wieder zu individuellen Chancen und nutzte diese konsequent.
Trotz einer kämpferischen Schlussphase reichte es am Ende nicht mehr zur Wende. Die Partie ging knapp mit 4:5 verloren, nachdem eine gute Ausgangslage und zwischenzeitliche Führung aus der Hand gegeben wurde.
Spiel 3 in Kirchberg– Aufholjagd kommt zu spät
Am Sonntag folgte Spiel 3 der Serie – ein Spiel mit vielen Toren und noch mehr Emotionen. Die U18 geriet bereits im ersten Drittel früh in Rückstand und sah sich zwischenzeitlich mit 0:3 konfrontiert. Auch im weiteren Spielverlauf nutzte der Gegner seine Chancen konsequent und baute den Vorsprung zeitweise bis auf 8:4 aus.
Doch das Team zeigte Moral. Im Schlussabschnitt startete die U18 eine eindrucksvolle Aufholjagd. Tobia Schmied, Yanick Burkhalter, Enzo Bernabo und kurz vor Schluss Robin Döbeli brachten die Mannschaft nochmals bis auf 7:8 heran. Die letzten Minuten waren geprägt von grossem Druck und vollem Risiko.
Die Spannung war greifbar, doch die Zeit lief davon. Trotz grossem Einsatz und einer starken Schlussphase gelang der Ausgleich nicht mehr.
Jetzt braucht es eine Reaktion
Damit steht die U18 in der Serie unter Druck. Die Mannschaft hat in beiden Spielen gezeigt, dass sie offensiv jederzeit gefährlich sein kann. Entscheidend wird nun sein, über die gesamten 60 Minuten die nötige Konstanz, Disziplin und Konsequenz aufs Feld zu bringen.
Die Serie ist noch nicht entschieden – aber jetzt braucht es eine klare Reaktion des Teams. Die U18 hat in dieser Saison schon mehrfach gezeigt, dass sie zurückschlagen kann. Genau diese Mentalität wird nun gefragt sein.
Ein grosses Dankeschön geht auch an die zahlreichen Zuschauer in der Halle in Thun sowie in Kirchberg, die mit ihrer Unterstützung und der tollen Stimmung für echte Playoff-Atmosphäre gesorgt haben. Diese Energie hat das Team spürbar getragen.
Nun geht die Serie in Thun weiter – und wir hoffen auch dort auf lautstarke Unterstützung von den Rängen. Jetzt alle nach Thun! Gemeinsam hinter der U18 stehen und nochmals alles geben. 🔥🏑

