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Als der letzte SVWE-Penaltyschütze beim Stande von 3:3 anlief, hatte die U21 bereits eine Hand am Pokal, doch der Ball ging nicht rein, Köniz gewann die Verlängerung des Penaltyschiessens und verkürzte in der Serie auf 1:2. Damit fällt die Entscheidung dieses Wochenende, entweder am Samstag in Köniz, aber dann mit Sicherheit in einem allfälligen Spiel 5 in der Grossmatt (12.00 Uhr). Dramatik und Spannung pur.

Spiel 1: Mit einem 6:5 Sieg sicherten wir uns in einer intensiven Partie verdient den Erfolg. Was am Ende nach grossem Krimi aussah, war über weite Strecken eine starke und konzentrierte Leistung von uns. Wir legten den Grundstein früh, spielten mutig nach vorne und fanden in wichtigen Momenten immer wieder die richtigen Antworten. Erst in der Schlussphase machten wir es noch einmal spannend. Man könnte sagen, wir wollten dem Publikum bis zum Schluss etwas bieten, auch wenn unsere Nerven das nicht unbedingt gebraucht hätten.
Der Start in die Partie gelang uns ausgezeichnet. Bereits in der 6. Minute brachte Jamie Martinjas unser Team nach einem Zuspiel von Hirschi mit 1:0 in Führung. Wir traten von Beginn an mit viel Energie auf, suchten den Abschluss und waren in den ersten Aktionen sofort präsent. Nach dem zwischenzeitlichen 1:1 liessen wir uns nicht aus dem Konzept bringen und reagierten genauso, wie man es sich wünscht. Yannick Oberli stellte in der 13. Minute nach Vorlage von Naïm Buechi auf 2:1, ehe Naïm Büchi nur wenig später nach Assist von Jamie Martinjas auf 3:1 erhöhte. Diese Phase war ein Spiegelbild unseres Auftritts im ersten Drittel. Wir spielten zielstrebig, geradlinig und mit viel Überzeugung. Der Anschlusstreffer zum 3:2 kurz vor der Pause erinnerte uns allerdings daran, dass diese Partie noch lange nicht entschieden war.
Im zweiten Drittel wollten wir wieder mehr Ruhe in unser Spiel bringen und den Gegner möglichst weit von unserem Tor fernhalten. Das gelang uns über längere Phasen gut. Wir standen kompakt, arbeiteten diszipliniert und blieben auch offensiv gefährlich. In der 30. Minute war es erneut Yannick Oberli, der nach einem weiteren Assist von Naïm Buechi zum 4:2 traf. Diese Kombination funktionierte an diesem Tag besonders gut und war immer wieder ein wichtiger Faktor in unserem Offensivspiel.
In der Folge wurde die Partie etwas hektischer, auch wegen Strafen auf beiden Seiten. Zunächst mussten wir in Unterzahl bestehen, blieben dabei aber geschlossen und aufmerksam. Als wenig später auch der Gegner auf die Strafbank musste, nutzten wir unsere Chance eiskalt. Noel Muralt traf in Überzahl nach Vorlage von Yannick Oberli zum 5:2. Dieser Treffer war in dieser Phase enorm wichtig, weil er uns nicht nur einen beruhigenden Vorsprung verschaffte, sondern auch zeigte, dass wir in den entscheidenden Situationen bereit waren.
Mit der 5:2 Führung gingen wir ins Schlussdrittel und hatten das Spiel zunächst gut im Griff. Dennoch zeigte sich einmal mehr, wie schnell eine Partie kippen kann, wenn man dem Gegner wieder Hoffnung gibt. Nach dem 5:3 gerieten wir etwas mehr unter Druck und nach einer weiteren Unterzahl fiel auch noch das 5:4. plötzlich war der komfortable Vorsprung fast aufgebraucht und die Partie wieder völlig offen. In solchen Momenten braucht es Spieler, die Verantwortung übernehmen, und genau das taten wir. Cedric Buri stellte in der 55. Minute nach Assist von Oberli auf 6:4 und sorgte damit für einen ganz wichtigen Treffer. Dieses Tor gab uns wieder etwas Luft und brachte Ruhe in eine Phase, in der die Partie zu kippen drohte. Der Gegner nahm später noch ein Time Out und verkürzte in der Schlussminute sogar noch auf 6:5. Die letzten Sekunden hatten es also noch einmal in sich. Umso wichtiger war es, dass wir in den entscheidenden Duellen präsent blieben, zusammenstanden und den knappen Vorsprung über die Zeit brachten.
Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg für uns. Offensiv zeigten wir viele gute Aktionen, nutzten unsere Chancen effizient und fanden immer wieder Lösungen gegen einen unangenehmen Gegner. Gleichzeitig machte uns dieses Spiel auch klar, dass wir in der Schlussphase noch konsequenter und ruhiger auftreten müssen. Somit gehen wir 1:0 in der Serie in Führung.

Spiel 2: Im Auswärtsspiel gegen Köniz zeigten wir über weite Strecken eine sehr reife, konzentrierte und geschlossene Leistung und belohnten uns am Ende mit einem verdienten 7:3 Sieg. Vor allem in den ersten beiden Dritteln legten wir die Basis für diesen Erfolg. Auch wenn der Gegner im Schlussabschnitt zwischenzeitlich noch einmal Druck machte, behielten wir die Ruhe, fanden die passenden Antworten und brachten den Auswärtssieg souverän ins Ziel.
Wir starteten fokussiert in die Partie und Übernahmen von Beginn an die Kontrolle. Unsere Linien arbeiteten konsequent, wir waren griffig in den Zweikämpfen und spielten mit klarem Zug nach vorne. In der 17. Minute konnten wir uns erstmals belohnen. Yanick Burkhalter brachte uns nach einem Zuspiel von Siegenthaler mit 1:0 in Führung. Dieser Treffer war der verdiente Lohn für eine starke Startphase, in der wir präsenter und zielstrebiger auftraten als das Heimteam.
Kurz darauf mussten wir eine Zweiminutenstrafe hinnehmen, doch auch diese Phase überstanden wir geschlossen und mit viel Einsatz. Wir blieben diszipliniert, verteidigten aufmerksam und liessen uns nicht aus dem Rhythmus bringen. Stattdessen setzten wir offensiv weiter Akzente und schlugen kurz vor der ersten Pause erneut zu. Cedric Oberli traf nach Vorlage von Cedric Buri zum 2:0 und sorgte damit für einen perfekten Abschluss eines sehr guten ersten Drittels.
Im zweiten Abschnitt wollten wir genau dort weitermachen, wo wir aufgehört hatten, und das gelang uns. Wir liessen den Ball gut laufen, hielten das Tempo hoch und zwangen den Gegner immer wieder zu Laufarbeit. Gleichzeitig standen wir in der Defensive stabil und liessen nur wenig zu. In der 36. Minute erhöhte Jori Roth auf 3:0. Dieser Treffer passte perfekt zu unserem Auftritt in dieser Phase, denn wir waren die aktivere und klarere Mannschaft. Auch eine weitere Strafe kurz vor der zweiten Pause brachte uns nicht aus dem Konzept. Wir verteidigten solidarisch und nahmen die Drei Tore Führung mit ins Schlussdrittel.
Der Start in den letzten Abschnitt verlief dann allerdings nicht ganz nach unserem Geschmack. Köniz kam entschlossen aus der Kabine und verkürzte innerhalb kurzer Zeit auf 1:3 und danach auf 2:3. plötzlich war wieder Spannung in der Halle und das Momentum schien kurzzeitig auf die Seite des Heimteams zu kippen. In solchen Momenten zeigt sich, wie stabil eine Mannschaft wirklich ist, und wir lieferten die richtige Antwort.
In der 52. Minute stellte Ivan Wittwer nach Vorarbeit von Jori Roth auf 4:2 und gab uns damit sofort wieder mehr Sicherheit. Nur wenig später folgte bereits der nächste wichtige Treffer. Cedric Buri verwandelte einen Penalty zum 5:2 und setzte damit ein deutliches Zeichen. Dieser Doppelschlag nahm dem Gegner viel Wind aus den Segeln und brachte uns zurück in die Kontrolle. Zwar kam Köniz mit dem 3:5 noch einmal etwas näher, doch wir blieben ruhig, diszipliniert und fokussiert.
Auch ein Time Out des Heimteams änderte nichts mehr daran, dass wir die Partie in der Schlussphase wieder klar auf unsere Seite zogen. Yannick Oberli traf nach Assist von Lars Schneider zum 6:3, ehe Yanick Burkhalter kurz vor Schluss mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags nach Vorlage von Cedric Oberli den 7:3 Endstand herstellte. Spätestens da war klar, dass wir an diesem Tag nicht nur die Tore, sondern auch den verdienten Auswärtssieg mit nach Hause nehmen würden.
Unter dem Strich war es ein sehr starker Auftritt von uns. Wir spielten mutig nach vorne, verteidigten über lange Strecken sehr konzentriert und liessen uns auch von der kurzen Druckphase im dritten Drittel nicht aus der Ruhe bringen. Besonders erfreulich war, dass sich mehrere Spieler offensiv auszeichnen konnten und wir als Team geschlossen auftraten. Genau solche Leistungen braucht es in entscheidenden Spielen. Somit steht es in der Serie 2:0 für uns.

Spiel 3: Im dritten Spiel vor heimischem Publikum lieferten wir uns mit Köniz erneut eine intensive und umkämpfte Partie. Am Ende mussten wir uns nach einem langen Penaltyschiessen mit 3:4 geschlagen geben. Die Niederlage schmerzt, weil wir nach einem schwierigen Start grosse Moral zeigten, uns stark zurückkämpften und uns die Verlängerung mit viel Einsatz verdienten. Gleichzeitig zeigte dieses Spiel aber auch, wie viel Charakter in unserer Mannschaft steckt.
Der Beginn verlief aus unserer Sicht alles andere als ideal. Köniz erwischte den besseren Start und nutzte seine ersten guten Aktionen effizient. Bereits früh gerieten wir mit 0:1 in Rückstand, wenig später fiel auch noch das 0:2. Wir waren in dieser Phase nicht weit weg vom Gegner, aber in den entscheidenden Momenten fehlte uns die letzte Konsequenz und die nötige Ruhe. Umso wichtiger war unsere Reaktion. Ivan Wittwer verkürzte in der 9. Minute auf 1:2 und brachte uns damit wieder zurück ins Spiel. Dieser Treffer tat uns sichtbar gut und gab uns neue Energie. Das erste Drittel blieb intensiv und kampfbetont. Beide Teams schenkten sich wenig, was sich auch in mehreren Strafen zeigte. Das Spiel war emotional, aber nie ohne Kontrolle. Genauso, wie man es in einem solchen Duell erwarten darf. Oder anders gesagt, es war von Beginn an klar, dass an diesem Tag niemand freiwillig einen halben Meter Platz verschenken wollte.
Im zweiten Drittel wollten wir nachlegen und noch mehr Druck erzeugen. Stattdessen kassierten wir in der 23. Minute den Treffer zum 1:3. Dieser Gegentreffer war natürlich ein Rückschlag, doch wir liessen uns davon nicht brechen. Auch als die Partie durch weitere Strafen immer wieder unterbrochen wurde, blieben wir dran und arbeiteten geduldig weiter. Wir suchten den direkten Weg zum Tor, hielten das Tempo hoch und versuchten, den Gegner immer wieder zu Fehlern zu zwingen. In der 37. Minute wurden wir für diesen Aufwand belohnt. Yanick Burkhalter traf zum 2:3 und stellte den Anschluss wieder her. Mit diesem Treffer war die Partie endgültig wieder offen. Man spürte, dass wir an unsere Chance glaubten, und auch auf den Rängen war zu merken, dass dieses Spiel noch lange nicht entschieden war.
Im Schlussdrittel entwickelte sich ein echter Abnutzungskampf. Beide Mannschaften investierten viel, verteidigten mit grossem Einsatz und liessen nur wenig klare Chancen zu. Die Minuten liefen herunter und wir mussten geduldig bleiben. Gerade in solchen Phasen ist es wichtig, ruhig zu bleiben und an den eigenen Plan zu glauben. Das taten wir. Wir spielten weiter nach vorne, suchten Abschlüsse und warfen in den entscheidenden Aktionen alles hinein. Dieser Glaube wurde kurz vor Schluss belohnt. In der 57. Minute erzielte Yanick Burkhalter das 3:3 und liess unsere Halle noch einmal richtig laut werden. Es war der verdiente Lohn für unsere Aufholjagd und für eine Mannschaft, die nie aufgegeben hat. Dass wenig später noch einmal Strafen und ein Time Out für zusätzliche Spannung sorgten, passte irgendwie zu diesem Spiel, das bis zur letzten Sekunde umkämpft blieb.
In der Verlängerung fiel kein weiterer Treffer, obwohl beide Teams noch einmal alles versuchten. So musste die Entscheidung im Penaltyschiessen fallen. Dort entwickelte sich ebenfalls ein echter Krimi mit mehreren erfolgreichen Abschlüssen auf beiden Seiten. Wir hielten dagegen, zeigten Nervenstärke und blieben lange im Rennen, mussten uns am Ende aber knapp geschlagen geben.
Unter dem Strich bleibt eine bittere Niederlage, aber auch ein Auftritt, auf dem wir aufbauen können. Nach einem 0:2 Rückstand und einem 1:3 kamen wir stark zurück, bewiesen Charakter und machten aus einer schwierigen Partie noch ein Spiel auf Messers Schneide. Genau diese Mentalität brauchen wir.

U21-Final („best of five“) SVWE vs. Floorball Köniz – Stand 2:1

Spiel 1: 6:5
Spiel 2: 7:3
Spiel 3: 3:4 n.Pen
Spiel 4; Sa. 11. April in Köniz

Ev Spiel 5: Sonntag, 12. April, 12.00 in Kirchberg