IMG-20250203-WA0001

Die Playoff-Zeit, und damit die schönste Zeit des Jahres, rückt immer näher. Die SVWE-Leistungsteams bringen sich dabei unterschiedlich gut in Position, wobei: Einmal mehr steht die Nachwuchsabteilung des Rekordmeisters wieder mit allen Teams auf Stufe U21, U18 und U16 schon sicher in den Playoffs, obwohl die Qualifikation nicht vorbei ist. Gratulation an Trainerstaff und die Junioren sowie alle im Umfeld, welches dieses aussergewöhnliche Ergebnis Jahr für Jahr ermöglichen. 

Ein erfreulicher Blick zurück, nur in die Zeit nach Corona sieht folgendermassen aus:
U21: fünfmal in den Playoffs, 2x Meister, 2x Bronze, dieses Jahr?
U18: fünfmal in den Playoffs, 1x 1/4-Final, 3x in Serie Vizemeister, dieses Jahr?
U16: fünfmal in den Playoffs, 2x 1/4-Final, 1x Bronze, Vorjahr Vizemeister, dieses Jahr?

 

U21: Mit zwei Derbysiegen zum definitiven Qualisieg

Matchbericht vs. Köniz
Wir sind für das Auswärtsspiel nach Köniz gereist und waren von Anfang an bereit, das Tempo hochzuhalten. In einer intensiven Halle, in der jeder Zweikampf spürbar war, sind wir gut ins Spiel gestartet und konnten früh Druck aufbauen. Unser Ziel war klar: kompakt stehen, schnell umschalten und vorne konsequent abschliessen. Der Start ins erste Drittel gelang uns richtig gut. Wir waren aufmerksam in der Defensive, haben die Räume eng gemacht und nach Ballgewinnen schnell nach vorne gespielt. Das wurde belohnt: In der 9. Minute gingen wir mit 0:1 in Führung Jori Roth traf nach einem starken Zuspiel von Wittwer. Das Tor gab uns Sicherheit, und wir blieben dran. Wir waren weiter aktiv, hatten gute Ballbesitzphasen und setzten Köniz immer wieder unter Druck. In der 18. Minute erhöhten wir auf 0:2: Justin Martinjas verwertete nach Vorlage von Dübi. Mit diesem Vorsprung gingen wir mit einem guten Gefühl in die Pause, auch wenn wir wussten, dass Köniz zuhause im Verlauf des Spiels immer stärker werden kann.

Im zweiten Drittel wurde es dann deutlich umkämpfter. Köniz kam aggressiver aus der Kabine, gewann mehr Zweikämpfe und kam häufiger zu Abschlüssen. Wir mussten in dieser Phase mehr investieren, um unsere Ordnung zu halten. Trotzdem fiel der Anschlusstreffer: In der 26. Minute stand es 1:2 durch Mats Hofer. Danach wurde das Spiel hektischer, und es gab mehrere Strafen: Loris Kislig (Stockschlag), Florin Suter (hoher Stock) und Jan Niklaus (überharter Körpereinsatz) mussten jeweils für zwei Minuten raus. Diese Unterzahlsituationen haben uns gefordert gleichzeitig waren sie auch ein Schlüssel, weil wir in der Box diszipliniert gearbeitet und wichtige Blocks gesetzt haben. Insgesamt war dieses Drittel geprägt von vielen Unterbrüchen und viel Emotion, aber wir haben den knappen Vorsprung über die Zeit gebracht.

Im dritten Drittel wollten wir wieder mehr Kontrolle übernehmen und das gelang uns zuerst auch. In der 46. Minute erzielten wir das wichtige 1:3: Lars Schneider traf nach Assist von Wittwer. Das war genau der Moment, den wir brauchten, weil wir damit wieder etwas Luft hatten. Danach hatten wir weitere gute Aktionen und hätten das Spiel früher entscheiden können, aber Köniz gab nicht auf. In der Schlussphase wurde es nochmal richtig dramatisch: Innerhalb von weniger als einer Minute glich Köniz aus. Zuerst fiel das 2:3 (54:02, Jona Noel Burkhard), dann kurz darauf das 3:3 (54:51, Maël Robert). Plötzlich war alles wieder offen.

Wir haben in dieser Phase Ruhe bewahrt, uns neu gesammelt und weiter an unseren Plan geglaubt. Und genau das hat sich ausbezahlt: In der 59. Minute erzielten wir das entscheidende 3:4  Yannick Hirschi traf nach Assist von Oberli. Danach nahm Köniz sofort ein Time-Out (58:55), warf nochmals alles nach vorne, aber wir verteidigten als Team konsequent bis zum Schlusspfiff. Am Ende nehmen wir einen wichtigen Auswärtssieg mit.

Matchbericht vs. Thun
Für uns stand ein weiteres Auswärtsspiel an diesmal in Thun. Wir wollten von Beginn weg unser Spiel durchziehen: kompakt stehen, in den Duellen präsent sein und nach Ballgewinnen schnell nach vorne umschalten. Genau das hat in der Startphase sehr gut funktioniert, und wir konnten Thun früh unter Druck setzen.

Schon im 1. Drittel haben wir ein klares Zeichen gesetzt. Bereits nach 1:04 gingen wir mit 0:1 in Führung: Cedric Buri traf nach Assist von Naim Büchi. Wir blieben dran und legten nur wenig später nach bei 3:42 erhöhte Naim Büchi auf 0:2, vorbereitet von Buri. Thun fand kaum Ruhe im Spielaufbau, weil wir hoch und aggressiv verteidigten und viele Bälle schnell wieder zurückeroberten. Auch als es die ersten Strafen gab, waren wir bereit. Nach einer 2-Minuten-Strafe gegen uns (Halten) kam sogar ein weiterer wichtiger Treffer: Bei 8:02 erzielte Cedric Oberli in Unterzahl das 0:3 (SH) ein richtig starker Moment, weil wir in dieser Phase mutig gespielt haben. Kurz darauf mussten auch die Thuner zwei Minuten raus (überharter Körpereinsatz), und wir nutzten die Situation konsequent: Yannick Hirschi traf im Powerplay zum 0:4 (15:45), Assist Siegenthaler. Wir hatten das Spiel im Griff, und noch vor der Pause im zweiten Drittel bauten wir die Führung weiter aus: Ivan Wittwer erhöhte bei 21:56 auf 0:5, vorbereitet von Lars Schneider. Bis dahin war unser Auftritt fast perfekt wir waren effizient, haben wenig zugelassen und unsere Chancen eiskalt genutzt.

Nach der deutlichen Führung war aber klar, dass Thun irgendwann alles riskieren würde. Und genau so kam es: Im 2. Drittel verkürzte Thun zuerst auf 1:5 (24:06). Wir konnten zwar nochmals reagieren Cedric Oberli traf bei 30:53 zum 1:6 doch Thun blieb hartnäckig und kam Schritt für Schritt zurück. Vor allem in der Schlussphase des zweiten Drittels wurden wir etwas zu passiv und verloren die Kontrolle über gewisse Spielphasen. Thun erzielte innerhalb kurzer Zeit zwei Treffer: 2:6 (37:51) und 3:6 (39:03). Plötzlich war wieder Energie im Heimteam und die Halle wurde laut.

Im 3. Drittel wurde es dann richtig spannend. Thun drückte weiter und schaffte tatsächlich den Anschluss zuerst 4:6 (42:58) und dann sogar 5:6 (49:30). In dieser Phase mussten wir kämpfen, ruhig bleiben und defensiv wieder stabiler werden. Genau da hat sich gezeigt, wie wichtig Team-Disziplin ist. Wir haben uns gesammelt, wieder klarer verteidigt und vorne im richtigen Moment zugeschlagen. Bei 52:36 traf Livio Muralt zum wichtigen 5:7, Assist Justin Martinjas dieses Tor hat uns wieder Luft verschafft. Es blieb allerdings hektisch: Nach einer Strafe gegen uns (Stossen) nahm Thun nochmals ein Time-Out und warf alles nach vorne. Wir blieben aber konzentriert, verteidigten geschlossen und setzten offensiv die entscheidenden Nadelstiche. Lars Schneider erhöhte bei 57:50 auf 5:8 (Assist Wittwer). In der Schlussminute fielen dann nochmals mehrere Tore: Thun kam auf 6:8 (59:15) heran, doch wir antworteten direkt mit dem 6:9 durch Jori Roth (59:23) nach Assist von Wittwer. Thun traf zwar noch zum 7:9 (59:53), aber der Sieg war nicht mehr in Gefahr. Am Schluss haben wir den Sieg nachhause geholt und sind somit verdienter Qualisieger.

 

U18: Torfestival mit zwei Gesichtern

Klatsche am Samstag, Statement-Sieg gegen Zug am Sonntag

Ein Wochenende, das kaum unterschiedlicher hätte verlaufen können. Viele Tore, viele Emotionen – und am Ende eine wichtige Reaktion der U18, die im richtigen Moment kam. Nach drei Niederlagen in Serie fand das Team am Sonntagabend gegen Zug United zurück zu seinen Stärken und durfte sich verdient als Sieger vom Feld verabschieden.

Samstag: Torfestival mit bitterem Ausgang
Der Samstag brachte ein wahres Torfestival – leider mit dem falschen Ausgang für Wiler-Ersigen. Trotz eigener Treffer musste sich die U18 am Ende deutlich mit 9:13 geschlagen geben.

Zu viele Gegentore, zu wenig defensive Stabilität und fehlender Zugriff über weite Strecken machten es dem Gegner zu einfach. Zwar zeigte das Team Moral und kam immer wieder zu Torerfolgen, doch insgesamt fehlte die nötige Balance zwischen Offensive und Defensive. Eine Klatsche, die schmerzte – und die dritte Niederlage in Serie bedeutete.

Sonntag: Reaktion gezeigt – grossartige Teamleistung gegen Zug
Doch genau auf solche Spiele kommt es an. Und die Antwort folgte nur 24 Stunden später – eindrücklich. Gegen Zug United zeigte die Mannschaft ein komplett anderes Gesicht. Von Beginn weg war spürbar: Das Team stand zusammen. Es wurde gekämpft, gerannt, geblockt – und füreinander gearbeitet. In einem erneut torreichen Spiel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem die U18 von Wiler-Ersigen immer wieder Lösungen fand.

Von Beginn weg übernahm Wiler-Ersigen das Spieldiktat und lag während der gesamten Partie in Führung. Zug blieb hartnäckig und hielt das Spiel lange offen, doch die U18 zeigte Nervenstärke und Konsequenz. Ein verdienter Sieg, getragen von Wille, Disziplin und starkem Teamgeist.

Zurück zu den Stärken – gemeinsam bis zum bitteren Ende
Dieser Sonntagabend war mehr als nur ein Sieg. Er war der Beweis, dass die Mannschaft nach schwierigen Wochen zu ihren Stärken zurückgefunden hat. Geschlossen, leidenschaftlich und bereit, bis zum bitteren Ende füreinander zu kämpfen – genau so will man diese U18 sehen.

 Ausblick: Letzte Runde bringt maximale Spannung
Nun steht noch eine letzte Runde in der Meisterschaft an, bevor es in die Natipause geht – und danach beginnt die geilste Zeit der Saison: die Playoffs.

Die Ausgangslage verspricht Spannung pur:

  • Platz 1 ist vergeben – Thurgau steht fix an der Spitze.
  • Mit einem Sieg am kommenden Samstag gegen Thurgau könnte die U18 sogar noch auf Rang 2 vorstossen – ist dabei aber auf fremde Hilfe angewiesen.
  • Bei einer Niederlage ist sogar ein Zurückfallen bis auf Rang 6 möglich.

Alles ist offen. Genau so, wie man es aus der U18-Meisterschaft kennt. Die Bühne ist bereit – jetzt gilt es, den Schwung vom Sonntag mitzunehmen und nochmals alles reinzuwerfen.