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Das Saisonende droht: Gelingt dem Fanionteam nicht mindestens ein Sieg in einer der zwei Partien vom Wochenende gegen HCR, dann heisst es «Ferien». Vorzugsweise will der Rekordmeister schon im samstäglichen Heimspiel (17.00 in der Grossmatt) diesen ersten Halbfinalsieg feiern, um sonntags mit der Chance auf den Serienausgleich nach Winterthur zu reisen und nicht mit einem möglichen Saisonende vor Augen. Es gilt nun als Team aufzutreten und in die Serie zu finden, bevor es vorbei ist.

Findet das Fanionteam doch noch in die Halbfinalserie? Dies die Kardinalsfrage vor dem kommenden Wochenende, wenn die Spiele 3 und 4 in der Halbfinalserie gegen den HC Rychenberg anstehen. Dabei hat der SVWE einiges gut zu machen: Zum einen gilt es sich vor heimischem Publikum für den blutleeren Auftritt in Spiel 1 zu rehabilitieren, zum andern die verunglückte Schlussphase in Spiel 2 zu korrigieren, als man naiv eine 3-Tore-Führung aus der Hand gab.
Leichter wird es für den SVWE sicherlich nicht werden, denn der Gegner hat mittlerweile sechs Playoff-Sieg in Folge geholt, wirkt voller Energie und Selbstvertrauen und lässt sich selbst durch einen klaren Rückstand nicht aus dem Konzept bringen. Der SVWE tut gut daran punkto Emotionalität und Intensität diesmal von Beginn weg auf Augenhöhe mit dem HCR zu sein.

Die Kunst des «Vergessens»
Dabei gilt es aber auch die golden-Playoff-Regel anzuwenden: Schau immer vorwärts, vergiss was bisher geschah, es zählt nur der nächste Einsatz. Es gilt als gewesene abzuhaken, weil es nicht mehr korrigierbar ist. Die Kunst des Vergessens führt die Mannen von Tatu Väänänen automatisch in den Moment: Es gilt nun – Floskel hin oder her – jeden «shift für shift» zu nehmen, sich nur auf den nächsten Einsatz zu fokussieren und den «gameplan» umzusetzen. Denn nur in kleinen Schritten kann korrigiert werden, was bislang alles schiefgelaufen ist.
Will man etwas Positives aus den zwei Niederlagen ziehen, dann sicher die Tatsache, dass beim SVWE eine Entwicklung in die richtige Richtung zu beobachten war. Dem totalen Systemabsturz in Spiel 1 folgte im zweiten Spiel eine Steigerung in vielen Bereichen. Dass es am Ende dennoch nichts genützt hat, liegt sicherlich auch an Gegner Rychenberg. Aber andererseits ist es schon erstaunlich, wie dieses Team – gespickt mit Talent und Erfahrung – in entscheidenden Spielphasen so viele schlechte Entscheidungen trifft. Entweder man verkrampft sich, weil man es zu gut machen will oder einige aus dem Kreis der sogenannten Leader überschätzen sich massiv. Auch darauf wird Spiel 3 hoffentlich eine Antwort liefern und ob es nächsten Mittwoch definitiv noch zu Spiel 5 in Kirchberg  kommen wird.

LUPL-Playoff-Halbfinal („best of seven“):  SVWE vs. HC Rychenberg (alle Heimspiele in Kirchberg Grossmatt)  – Stand 0:2
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Spiel 1: SVWE vs. HCR 1:6
Spiel 2: HCR vs SVWE 6:5n.Verl.
Spiel 3: SVWE vs. HCR, Sa. 11. April, 17.00
Spiel 4: HCR vs. SVWE, So. 12. April 17.00
Ev. Spiel 5: SVWE vs HCR, Mi. 15.4. 20.00
Ev. Spiel 6: HCR vs SVWE, Sa. 18.4. 17.00
Ev. Spiel 7: SVWE vs HCR, So. 19.4. 17.00