G&G-Comeback sichern ersten Sieg und ein weiteres Heimspiel
Mit einem kaum mehr für möglich gehaltenen Comeback holt der SVWE einen 0:3- und 3:5-Rückstand in Spiel 3 auf, siegt am Ende dank je zwei Toren von Galante und Gasparik in der Schlussphase des Spiels mit 7:5, verkürzt in der Halbfinal-Serie gegen den HCR auf 1:2 und hat morgen Sonntag in Winterthur urplötzlich die Chance, den Ausgleich in der Serie zu schaffen. Auf jeden Fall kommt es nächsten Mittwoch,15. April, zu einem weiteren Heimspiel in Kirchberg (Spielbeginn 20.00 Uhr).
Unihockey sorgt immer wieder für verrückte Spielwendungen, so auch heute in der vollen Grossmatthalle. 30 Minuten hatte der HC Rychenberg wie schon im ersten Auswärtsspiel alles unter Kontrolle. Der Gast begnügte sich mehrheitlich damit, kompakt vor Goalie Kunz zu stehen, machte die Räume eng und liess den SVWE rund herumspielen. Der Gastgeber war optisch zwar überlegen, wirkte in seinem Spiel aber wenig dynamisch. Viel zu lange dauerte es nach Balleroberungen, bis der Ball in die Offensivzone kam und wenn mal ein Querpass durch die Box glückte dauerte die Ballkontrolle viel zu lange, Direktschüsse gab es eh keine. Der gameplan der Gäste ging perfekt auf, denn die Chancen kamen und diese wurden effizient ausgenützt. So stand es kurz vor Spielmitte wieder 3:0 wie schon beim ersten Auftritt in Kirchberg, der letztlich mit einem 6:1-Sieg geendet hatte.
Doch dann kamen eben die zweiten 30 Minuten und brachten ein völlig anders Spiel, das die Zuschauer (endlich) begeistern konnte. Ein aktives Coaching unterstützte dabei das Team, aktiver und intensiver zu werden. Der Weg blieb allerdings ein beschwerlicher. Zwar glückte bis Ende des Mitteldrittels der Anschluss auf 2:3. Doch wie es so ist, wenn es bei einem Team gerade läuft, hatte der HCR immer wieder eine Antwort bereit und schien alles aufzugehen. So konnte selbst der sichtlich unrund laufende Routinier Maurer durch Junior Egli ersetzt werden, dem dann prompt zwei Tore gelangen.
Doch dann kam doch noch das Comeback des Rekordmeisters mit Glanz und Gloria, lies Gasparik und Galante. Der Slowake und der Schwede erzielten zwischen der 50. und 60. Minute je zwei Tore und drehten die Partie vom 3:5 zum 7:5. Der slowakische Natispieler Gasparik ist dabei zweifellos die auffälligste Playoff-Figur beim SVWE. Er hatte schon in den Viertelfinals gegen GC brilliert und war über alle drei Halbfinalspiele gesehen bislang der beste Spieler beim Rekordmeister. Der schwedische Topskorer seinerseits steht mittlerweile bei 42 Saisontoren und wird mit Sicherheit nochmals vor heimischem Publikum antreten, ehe er in seine Heimat zurückkehrt. Dass Galante noch mehr möchte, versteht sich von selbst. Gelingt es nun dem Team als Ganzen morgen einen Schritt nach vorne zu machen und die Dynamik der Schlussphase über ein ganzes Spiel auszuspielen, dann besteht durchaus Hoffnung.
SV Wiler-Ersigen – HC Rychenberg Winterthur 7:5 (0:1, 2:2, 5:2)
Sportanlage Grossmatt, Kirchberg BE. 958 Zuschauer. SR Etter/Mutzner.
Tore: 16. T. Aeschimann (O. Weissbach) 0:1. 25. N. Mutter (C. Mutter) 0:2. 26. J. Egli (N. Mutter) 0:3. 28. J. Bürki (G. Persici) 1:3. 32. C. Schmid (J. Martinjas) 2:3. 46. N. Püntener (J. Larsson) 2:4. 47. G. Persici (J. Ziehli) 3:4. 50. J. Egli (M. Wöcke) 3:5. 50. R. Gasparik (L. Persson) 4:5. 50. A. Galante Carlström (J. Bürki) 5:5. 55. A. Galante Carlström (L. Persson) 6:5. 60. R. Gasparik (A. Galante Carlström) 7:5.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen HC Rychenberg Winterthur.
Bemerkungen: SVWE mit Kramer im Tor, ohne Tambini, Vogt und Thöni.
LUPL-Playoff-Halbfinal („best of seven“): SVWE vs. HC Rychenberg (alle Heimspiele in Kirchberg Grossmatt) – Stand 1:2
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Spiel 1: SVWE vs. HCR 1:6
Spiel 2: HCR vs SVWE 6:5n.Verl.
Spiel 3: SVWE vs. HCR 7:5
Spiel 4: HCR vs. SVWE, So. 12. April 17.00
Spiel 5: SVWE vs HCR, Mi. 15. April 20.00
Ev. Spiel 6: HCR vs SVWE, Sa. 18.4. 17.00
Ev. Spiel 7: SVWE vs HCR, So. 19.4. 17.00

