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Diesmal keine Torflut, aber immerhin ein Stängeli

Nach dem Rekordsieg bei WaSa (19 Tore) zeigte sich der SV Wiler-Ersigen auch vor heimischem Publikum in Torlaune. Zumindest während gut 30 Minuten. Der Rekordmeister legte früh die Basis zum nächsten deutlichen Erfolg, setzte sich gegen den Aufsteiger Kloten-Dietlikon Jets am Ende mit 13:4 durch und steigt damit als Leader ins Derby vom kommenden Wochenende in Köniz.

9:2 hatte Kloten am vergangenen Wochenende gegen die Tigers Langnau, das eine Berner Spitzenteam verloren. 9:2 stand es auch diesmal gegen das andere Berner Topteam, allerdings diesmal bereits nach gut 33 Minuten. Der SVWE knüpfte zunächst dort an, wo er eine Woche zuvor aufgehört hatte. Yannis Wyss eröffnete nach knapp drei Minuten das Skore, Tim Döbeli erhöhte auf 2:0. Zwar gelang den Gästen der Anschlusstreffer, doch noch vor der ersten Pause stellten Simon Laubscher und erneut Wyss auf 4:1.

Auch im Mitteldrittel diktierte der SVWE zunächst das Geschehen. Ludwig Persson, Jamie Martinjas und Deny Känzig sorgten bis zur 28. Minute für das 7:1. Nach dem 8:1 durch Andrin Hollenstein und dem 9:1 von Amelio Tambini schien die Partie endgültig entschieden. Und genau dies war dem Auftritt danach auch anzumerken. Entgegen zum Spiel bei WaSa agierte man zunehmend zu verspielt und liess die Konsequenz im Abschluss vermissen und Betrieb auch das Forechecking nicht mehr mit der letzten Konsequenz. Die Jets konnten sich dadurch besser entfalten und die zweite Spielhälfte resultatmässig weitgehend ausgeglichen gestalten.

Nicht zuviel Saures für die Jets in zweiter Spielhäfte
Vor allem Klotens Schlussmann Brunner stemmte sich gegen weitere Gegentreffer und verdiente sich in dieser Phase die Auszeichnung zum «Best Player». Zwischen der 34. und 50. Minute blieb Wiler ohne Torerfolg, während die Gäste verkürzen konnten. In der Schlussphase nahm der SVWE wieder etwas Fahrt auf. Claudio Schmid beendete die längere Torpause, ehe zweimal Pēteris Trekše und Matthias Störi das Resultat auf 13:4 stellten. Damit gab es für den ehemaligen SVWE-Meistertrainer Heikki Luukkonen an Halloween immerhin nicht allzu viel Saures. Der Jets-Cheftrainer und sein Team waren ohnehin schon durch zahlreiche krankheits- und verletzungsbedingte Absenzen gebeutelt.
Trotz fehlender Spannung wurde das Publikum gut unterhalten und bekam einige sehenswerte Treffer zu sehen. Beim SVWE verteilte sich die offensive Produktion einmal mehr auf alle Linien. Nur Yannis Wyss (bestplayer mit 4 Skorerpunkten) und Pēteris Trekše trafen doppelt, dazu trugen sich 9 weitere Akteure in die Torschützenliste ein.

Als Leader zum Derby in Köniz
Nach zwei deutlichen Siegen in Folge dürfte am kommenden Wochenende wieder eine Steigerung erforderlich sein. Mit Köniz wartet ein Kantonsrivale, der sich mit einer Siegesserie in der Tabelle nach vorne gearbeitet hat und als neu Drittplazierter trotzdem nur die Nummer 3 im Kanton ist. Im bisherigen Qualifikationsverlauf scheinen die Berner Vertreter gewillt, der Konkurrenz aus dem Osten wieder stärker die Stirn bieten zu wollen, nachdem zuletzt sowohl die Pokale in Meisterschaft und Cup zwei Jahre ohne Berner Beteiligung verteilt wurden.

SV Wiler-Ersigen – Kloten-Dietlikon Jets 13:4 (4:1, 5:1, 4:2)

Tore: 3. Wyss (Martinjas) 1:0. 12. Döbeli (Känzig) 2:0. 17. Ulrich (Kürschner) 2:1. 18. Laubscher (Trekše) 3:1. 19. Wyss (Martinjas) 4:1. 21. Persson (Schmid) 5:1. 26. Martinjas (Tambini) 6:1. 28. Känzig 7:1. 32. Hollenstein (Döbeli) 8:1. 34. Tambini (Wyss) 9:1. 34. Feldmann 9:2. 44. Nussbaumer 9:3. 50. Schmid (Persson) 10:3. 52. Enzler (Hüppi) 10:4. 57. Trekše (Wyss) 11:4. 58. Störi (Gasparik) 12:4. 59. Trekše (Louis) 13:4.

Strafen: 19. Kürschner 2 Minuten (Stockschlag). 56. Schellenberg 2 Minuten (Stockschlag).

Bemerkung: SVWE  mit Picariello im Tor, ohne Siegenthaler.
Traf auch im zweiten Spiel nach dem Comeback: Amelio Tambini (oben). Bestplayer Yannis Wyss (unten) traf zweimal und gab zwei Assists.