Die Gratulation geht aber schon jetzt ans Team und auch den Staff um Cheftrainer Mattia Schenk. Es ist angesichts der souveränen Leistung bereits während der Qualifikation (13 Punkte Vorsprung) sicherlich ein verdienter Titelgewinn. Das Team steckte dabei auch Verletzungen von Schlüsselspielern weg, liess sich auch von einem schwierigen Viertelfinale gegen Malans nicht aus der Bahn werfen und zuletzt auch nicht von der Tatsache, dass man den Final bei einer 2:0-Führung und dem möglichen Meistertitel im Penaltyschiessen bereits vor einer Woche vor Augen hatte, dann aber Köniz zum 2:2 ausgleichen konnte. Auch diese mentale Herausforderung hat die Mannschaft gemeistert.
Matchberichte vom Wochenende
Spiel 4: Im Auswärtsspiel vom Samstag, 11.04.26, mussten wir uns Floorball Köniz Bern U21 mit 2:4 geschlagen geben. Trotz einer starken Startphase und einer zwischenzeitlichen Führung gelang es uns nicht, die Partie über die gesamte Spielzeit auf unsere Seite zu ziehen. Vor allem eine kurze, entscheidende Phase kostete uns am Ende das Spiel. Wir starteten konzentriert in die Partie und konnten früh ein erstes Ausrufezeichen setzen. In der 17. Minute brachte uns Naïm Büchi nach einem schönen Zuspiel von Yannick Hirschi mit 1:0 in Führung. Dieser Treffer war der verdiente Lohn für eine solide Anfangsphase, in der wir defensiv stabil standen und offensiv immer wieder gefährliche Aktionen kreieren konnten. Auch eine frühe Unterzahlsituation überstanden wir ohne Gegentor und blieben gut im Spiel.
Im zweiten Drittel gelang uns zunächst ein guter Einstieg. Wir hielten das Tempo hoch, waren präsent in den Zweikämpfen und hatten die Partie über weite Strecken unter Kontrolle. Dennoch gelang es uns nicht, den Vorsprung auszubauen. Stattdessen kam der Gegner besser ins Spiel und nutzte seine Chancen konsequent. Zuerst fiel der Ausgleich zum 1:1, und wenig später mussten wir auch den Treffer zum 1:2 hinnehmen. Innerhalb kurzer Zeit hatte sich das Spiel gedreht. Wir versuchten sofort zu reagieren und fanden auch wieder besser in die Partie. Dennoch blieb der Gegner effizient und nutzte eine weitere Möglichkeit zum 1:3. In dieser Phase fehlte uns die letzte Konsequenz in den entscheidenden Momenten, sowohl defensiv als auch im Abschluss.
Im Schlussdrittel warfen wir noch einmal alles nach vorne. Wir spielten mutiger, suchten vermehrt den Abschluss und wollten unbedingt zurück ins Spiel kommen. Doch trotz guter Ansätze fehlte uns die nötige Präzision im letzten Drittel. Gleichzeitig blieb Köniz in den Umschaltsituationen gefährlich. Kurz vor Schluss gelang uns durch Naïm Büchi nach Assist von Hirschi noch der Treffer zum 2:3 Anschluss. Die Hoffnung war wieder da und wir versuchten alles, um den Ausgleich zu erzwingen. Doch praktisch im Gegenzug nutzte der Gegner die offene Spielsituation und stellte mit dem 4:2 den Endstand her.
Unter dem Strich bleibt eine Niederlage, die vor allem deshalb schmerzt, weil wir gut ins Spiel gestartet sind und lange mithalten konnten. Eine kurze Phase, in der wir etwas den Zugriff verloren, entschied die Partie. Trotzdem nehmen wir auch Positives mit. Wir zeigten gute Ansätze, waren über weite Strecken auf Augenhöhe und bewiesen, dass wir bereit sind für solche Spiele. Entscheidend wird sein, in den wichtigen Momenten noch konstanter zu werden. Jetzt steht es 2:2 in der Serie und morgen folgt das grosse, alles entscheidende Spiel. Wir sind bereit.
Spiel 5: Was für ein Spiel. Was für ein Ende. Und was für ein Moment für uns. Mit einem hart erkämpften 3:2 Sieg nach Verlängerung sichern wir uns im entscheidenden Spiel den Schweizermeistertitel. In einer Partie, die an Spannung kaum zu überbieten war, zeigten wir genau das, was es für solche Spiele braucht. Einsatz, Geduld, Zusammenhalt und den unbedingten Willen, dieses Spiel zu gewinnen.
Der Start in die Partie war intensiv, wie erwartet in einem Finalspiel. Beide Teams gingen mit viel Energie in die Zweikämpfe und schenkten sich keinen Zentimeter Raum. Dennoch erwischte der Gegner den besseren Start. In der 10. Minute gingen wir mit 0:1 in Rückstand. Wir waren in dieser Phase nicht schlechter, aber in den entscheidenden Momenten etwas zu wenig konsequent. Trotzdem liessen wir uns davon nicht aus der Ruhe bringen und blieben bei unserem Spiel.
Im zweiten Drittel fanden wir immer besser in die Partie. Wir wurden mutiger, setzten den Gegner früher unter Druck und kamen zu mehr Offensivaktionen. In der 33. Minute wurden wir dafür belohnt. Jamie Martinjas traf nach Vorlage von Naïm Büchi zum verdienten 1:1 Ausgleich. Die Partie war wieder offen, und man spürte, dass wir nun voll da waren.
Kurz darauf mussten wir eine Unterzahlsituation hinnehmen, und der Gegner nutzte diese eiskalt aus. Das 1:2 in Überzahl war ein Rückschlag, aber erneut zeigten wir die richtige Reaktion. Nur wenige Minuten später war es Lars Wymann, der nach einem Zuspiel von Lars Schneider den Ausgleich zum 2:2 erzielte. Dieser Treffer war enorm wichtig und zeigte einmal mehr unseren Charakter. Wir gaben nie auf und fanden immer wieder eine Antwort.
Im Schlussdrittel entwickelte sich ein echter Finalfight. Beide Mannschaften verteidigten mit allem, was sie hatten, und liessen nur noch wenige klare Chancen zu. Jeder Zweikampf wurde angenommen, jeder Laufweg gemacht. Es war ein Spiel auf Messers Schneide, in dem Kleinigkeiten den Unterschied machen konnten. Genau so, wie man es sich in einem Final vorstellt. Da in der regulären Spielzeit kein weiteres Tor fiel, ging es in die Verlängerung. Und dort kam der Moment, auf den wir hingearbeitet hatten. In der 67. Minute war es Lars Schneider, der nach Vorlage von Cedric Buri den Ball im Tor unterbrachte und uns zum 3:2 Sieg schoss. In diesem Moment brachen alle Dämme. Pure Emotionen, pure Freude und die Belohnung für all die harte Arbeit.
Unter dem Strich war es ein verdienter Sieg in einem extrem engen Spiel. Wir haben als Team funktioniert, sind nach Rückständen immer wieder zurückgekommen und haben bis zum Schluss daran geglaubt. Genau das macht eine Meistermannschaft aus. Wir sind Schweizermeister.
U21-Final („best of five“) SVWE vs. Floorball Köniz – Endstand 3:2
Spiel 1: 6:5
Spiel 2: 7:3
Spiel 3: 3:4 n.Pen
Spiel 4: 2:4
Spiel 5: 3:2 n. Verl.


