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Schafft der SVWE gegen den HC Rychenberg Winterthur auch den 21. Halbfinal-Erfolg „en suite“ und damit den 21. Finaleinzug innerhalb von 24 Saisons? Die Antworten liefern die maximal sieben Spiele, welche mit dem Heimspiel am Ostersamstag ihren Anfang nehmen. Spielbeginn in der Grossmatt in Kirchberg am 4. April ist 17.00 Uhr (Ticketing via Eventfrog).

Mit dem Halbfinalduell gegen den Cup-Spezialisten und Tigers-Bezwinger HC Rychenberg Winterthur kämpft der SVWE nicht nur um den neunten Einzug in den Superfinal, sondern auch um das Weiterführen einer magischen Halbfinalbilanz: Seit dem ersten Finaleinzug 2002 hat der Rekordmeister 20 Halbfinalserien in Folge gewonnen, mit einer Bilanz von 77:14 Siegen!

Wer 21 Mal ins Halbfinale vorstösst, der kann natürlich auch Viertelfinals und wer 13 Titel holt auch (Super)Finals. Aber die Halbfinals scheinen übertragen auf den Ski-Sport die absolute Spezialdisziplin Wilers zu sein. Quasi der Riesenslalom bei Marco Odermatt, der auch in Super G und Abfahrt Weltspitze darstellt, aber im Riesenslalom eine Traumbilanz aufweist (Olympiasieger, 5x Disziplinensieger in Serie).

Cupspezialist gegen Serien-Monster
So macht sich also ab dem Ostermontag der HCR an die Aufgabe, diese Serie zu brechen. Ausgerechnet das Team aus Winterthur, das in den letzten Jahren eher für Einzel-Exploits als für konstante Leistungen auffiel. Die Qualität des HCR reichte für drei Cupfinalqualifikationen und einem Cupsieg. Aber es dauerte auch 3 Anläufe bis endlich wieder eine Playoff-Serie gewonnen werden konnte und in dieser Zeit wurden auch drei Trainer «verbraucht». Ist nun mit dem 4:0-Viertelfinalexploit über den letztjährigen Superfinalisten Tigers Langnau der Serien-Turnaround gelungen? Kann dieser HCR auch gegen das „Serien-Monster“ aus dem Bernbiet bestehen?

Angeführt von Superstar Oscar Weissbach (42 Skorerpunkte) und Goal-Garant Manuel Maurer (skort auch im fortgeschrittenen Alter von 33 Jahren regelmässig 20 Tore pro Saisons) scheint das Team auf die Playoffs hin den richtigen «Groove» gefunden zu haben. Levin Conrad steht sinnbildlich hierfür. Der Natispieler absolvierte eine eher unauffällige Quali und ist nun in den Playoffs so richtig explodiert und erzielte in vier Spielen mehr als halb so viele Tore (6) wie zuvor in der «regular season» (11). Ein spezielles Augenmerk sollte man seitens des Rekordmeister auch auf Tim Aeschimann legen, der eine richtige Leistungsexplosion hinter sich hat und bei 19 Toren und 12 Assists steht, notabene als Verteidiger. Dies soll ihm dem Vernehmen nach auf kommende Saison hin auch einen Vertrag bei Ligakrösus Zug eingebracht haben. Mit dem Brüderpaar Mutter und Noah Püntener stehen auch drei Akteure mit SVWE-Vergangenheit im Kader. Für wen macht das Wiedersehen wohl Freude?

Der SVWE hat auf dem Papier dir grössere Kadertiefe
Betrachtet man die Kaderbreite beider Teams, dann bleibt die Favoritenrolle aber beim SVWE. Dieser hat zwar zwei der drei Duelle in dieser Saison gegen den HCR verloren (darunter auch das Cup-Achtelfinale), aber gerade die Playoff-Serie gegen GC zeigte, die Ausgeglichenheit, die der Rekordmeister über alle drei Linien aufs Feld schicken kann.
Was sich noch verbessern muss: Die Spielkontrolle, bei Auf und Ab`s während eines Spiels. Es gilt im Minimum defensiv gut zu stehen, dadurch dem bislang überzeugenden Kramer die Aufgabe im Tor zu erleichtern und schwierige Phasen möglichst unbeschadet zu überstehen.

Vor allem die zweite Linie hat dieses Vorhaben während der Viertelfinalserie umsetzen müssen. Weil es in der Offensive nicht laufen will, hat sich die Formation bestehend aus lauter Naticracks vorrangig defensiv stabilisiert. Viel wird in dieser Linie von Center Noah Siegenthaler abhängen: Sag mir wie Siegi drauf ist und ich sage dir, wie die Linie performen wird. Mit Winterthur und der Axa-Arena verbindet der Powercenter als einer der wenigen SVWE-Spieler sehr gute Erinnerungen. Gegen kaum ein anderes Team hat er so eine gute Torquote (traf auch bei der Cupniederlage zweimal) und skorte auch in der denkwürdigen Viertelfinalserie 21/22, wo alle fünf Spiele in die «overtime» gingen, in jedem Auswärtsspiel in seinen damals ersten Playoffs.

Bezüglich der beiden anderen Linien muss man sich eh keine Sorgen machen. Die Paradeline mit den schwedischen Starspielern und den bald in Schweden spielenden Bürki/Persici hat eine gute Viertelfinal-Performance hingelegt, wobei vor allem Ludwig Persson zeigte, dass er der gewünschte Mehrwert in den Playoffs sein kann, der im Vorjahr dem Team fehlte. Ein Führungsspieler, der auch Verantwortung übernimmt, selbst mehr produziert als in der Qualifikation. Auch ein Persici erreicht aktuell wieder sein Playoff-Niveau von 2024, ist aber im ersten Spiel noch gesperrt.

Und dann wäre da noch die nominell die dritte Linie, wo das Duo Gasparik/Känzig offensiv die Sterne vom Himmel spielte (13 Torbeteiligungen), aber der Block mit den verlässlichen Hollenstein und Laubscher auch defensiv (nur ein Gegentor) seinen Job erledigte.

LUPL-Playoff-Halbfinal („best of seven“):  SVWE vs. HC Rychenberg (alle Heimspiele in Kirchberg Grossmatt)  – Stand 0:0
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Spiel 1: SVWE vs. HCR,  Sa. 4. April 17.00
Spiel 2: HCR vs SVWE, Mo. 6. April 17.00
Spiel 3: SVWE vs. HCR, Sa. 11. April, 17.00
Spiel 4: HCR vs. SVWE, So. 12. April 17.00
Ev. Spiel 5: SVWE vs HCR, Mi. 15.4. 19.30
Ev. Spiel 6: HCR vs SVWE, Sa. 18.4. 17.00
Ev. Spiel 7: SVWE vs HCR, So. 19.4. 17.00

Viertelfinal:  SVWE vs. GC Unihockey  – Endstand 4:1
Spiel 1: SVWE vs. GC Unihockey 3:4 n.Pen.
Spiel 2: SVWE vs, GC Unihockey 8:4
Spiel 3: GC Unihockey vs SVWE 3:8
Spiel 4: GC Unihockey vs SVWE, 3:7
Spiel 5: SVWE vs GC Unihockey, 11:1