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Mit Gasparik-Show souverän ins Halbfinale

Mit einem klaren 11:1-Sieg im fünften Spiel des Playoff-Viertelfinals gegen GC Unihockey glückt dem SVWE die Revanche für das Ausscheiden im Vorjahr und schickt nun seinerseits die Zürcher in die «Unihocky-Ferien.» Der Mann des Spiels beim Heimteam war der Slowake Rony Gasparik mit sieben Skorerpunkten. Für den Rekordmeister geht es weiter mit der Halbfinalserie gegen den HC Rychenberg Winterthur, der die Tigers Langnau gleich mit 4:0 abfertigte. Der Auftakt erfolgt mit zwei Heimspielen rund um das Osterwochenende (Infos zu den Spielzeiten und dem Ticketing folgen raschmöglichst.)

Was würde GC nach drei Niederlagen in Serie und damit unmittelbar vor dem Saisonende noch auspacken können? Dies die Schlüsselfrage vor dem fünften Viertelfinal-Duell. Nun, die Zürcher versuchten alles, nominierten nochmals alle arrivierten Schlüsselspieler, obwohl sie nur teilweise fit gewesen sein dürften. Zudem schickten sie ein Video ein, vorauf Gianluca Persici (SVWE-best-Player der beiden Partien in Zürich) vorsorglich gesperrt wurde.

Nun, genützt hat dies alles nichts mehr. Bereits nach dem Startdrittel und einem 4:0 war die Messe gelesen. GC hatte nicht die spielerischen Mittel den SVWE nochmals in Bedrängnis zu bringen und es fehlte auch die Energie und Intensität. Man liess den Gegner gewähren und verteidigte den eigenen Slot nur mässig. Bezeichnend auch, dass es in einem Spiel der «letzten» Chance erst in der 45. Minute die erste Strafe absetzte, dies kurz nach dem sechsten Gegentreffer und in die Kategorie «Frustfoul» einzuordnen

Der Känzig-Boost für dritte Formation
16 lange Monate musste Deny Känzig nach seinem Kreuzbandriss auf sein Comeback warten, nachdem er auf dem Weg zurück einen Rückschlag erlitten hatte und ein zweites Mal unters Messer musste. Den beste SVWE-Playoff-Skorer der Gegenwart hatte der Rekordmeister vor allem im Vorjahr schmerzlich vermisst. Nun ist Känzig seit rund sechs Wochen zurück und hat in drei Quali-Spielen und fünf Playoff-Partien ziemlich schnell seine Wichtigkeit unter Beweis gestellt.
In den ersten vier Partien brauchte Känzig verständlicherweise noch etwas Anlaufzeit. Nicht verwunderlich, wenn man weiss, wie sehr eine so schlimme Verletzung einen Spieler normalerweise zurückwirft. Die Känzig-spezifische Lockerheit hat dem Rekordschützen in der Superfinal-Geschichte sicherlich geholfen, so schnell zurückzufinden. Und das mittlerweile 30 jährige Eigengewächs hat dem dritten SVWE-Block einen enormen Boost verliehen. Endlich hat Spektakel-Spieler Gasparik einen Linienspieler, der genau die Fähigkeiten mitbringt, welche Gasparik sucht. Känzig sucht bei Breaks immer den direkten Weg zum Tor, bei Ballbesitzphasen positioniert er sich immer geschickt und bleibt anspielbar, dank seinem Gespür für die freien Räume. Im Vorjahr hatte man für Gasparik, der erst im Januar als Ersatz für Salo zum SVWE stiess, nie die richtig Rolle gefunden, obschon der Slowake schon da seine Klasse aufblitzen liess.
Und so steht nach der Viertelfinalserie nicht etwas die erste Formation um die zwei schwedischen Legionäre Galante/Persson und drei nati-erprobten Schweizern mit der besten Bilanz da, sondern eben die Känzig-Linie mit den erfahrenen und zuverlässigen Defensivarbeitern Hollenstein und Laubscher und Center Döbeli, bei dem es sich auszahlt, dass er erstmals das volle Vertrauen des Trainerstaffs spürt.

SV Wiler-Ersigen – Grasshopper Club Zürich 11:1 (4:0, 0:0, 7:1)
Sportanlage Grossmatt, Kirchberg BE. 701 Zuschauer. SR Bühler/Bühler.
Tore: 5. D. Känzig (R. Gasparik) 1:0. 8. R. Gasparik (D. Känzig) 2:0. 10. T. Döbeli (R. Gasparik) 3:0. 20. N. Siegenthaler (M. Louis) 4:0. 42. R. Gasparik (A. Hollenstein) 5:0. 45. D. Känzig (R. Gasparik) 6:0. 51. L. Bernsteiner (T. Stäubli) 6:1. 51. A. Hollenstein (R. Gasparik) 7:1. 54. D. Känzig (R. Gasparik) 8:1. 55. C. Schmid 9:1. 56. J. Martinjas (L. Persson) 10:1. 60. L. Persson (J. Martinjas) 11:1.
Strafen: keine Strafen. 1mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich.
Bemerkungen. SVWE mit Kramer im Tor, ohne Thöni, Tambini und Vogt.

LUPL-Playoff-Viertelfinal:  SVWE vs. GC Unihockey (alle Heimspiele in der Grossmatt, Kirchberg)  – Enstand 4:1
Der SVWE trifft im Halbfinals auf den HC Rychenberg Winterthur.
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Spiel 1:
SVWE vs. GC Unihockey 3:4 n.Pen.
Spiel 2: SVWE vs, GC Unihockey 8:4
Spiel 3: GC Unihockey vs SVWE  3:8
Spiel 4: GC Unihockey vs SVWE 3:7
Spiel 5: SVWE vs GC Unihockey 11:1