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Der SVWE legt in der Serie dank 8:3-Sieg vor

Ein in vielen Bereich stark verbesserter SVWE holt sich mit einem 8:3-Sieg das «Break» beim ersten Auswärtsspiel in Zürich, geht in der Viertelfinal-Serie gegen GC Unihockey damit mit 2:1 in Führung, holt sich das Heimrecht zurück und legt den Druck damit auf den Gegner, der in seinem nächsten Heimspiel kommenden Mittwochabend gewinnen muss, um sich nicht drei Matchbällen des Rekordmeisters gegenüberzusehen.

Woran erkennt man ein gutes Playoff-Team? In seiner Entwicklung, das es während einer Playoff-Serie vollzieht. Damit dies gelingen kann, braucht es zuerst die Analyse des Coaching-Staffs, dann aber auch die Fähigkeit des Teams dies umzusetzen.
Beim SVWE war diese fehlende Entwicklung gepaart mit zu wenig Teamspirit das grosse Manko in der letzten Saison und führte letztlich zum Scheitern bereits im Viertelfinale. Ein Jahr später hat die aktuelle Equipe beim Rekordmeister die Gelegenheit, es gegen den gleichen Gegner besser zu machen.

Nach drei Spielen zeigt die Tendenz zumindest in eine positive Richtung. Nach dem Fehlstart mit der Auftaktniederlage zu Hause sind Verbesserungen auszumachen. In drei Partien schaffte es der Favorit, die Differenz nicht nur optisch, sondern auch resultatmässig zu vergrössern.

Die Gründe dafür: Das Team konzentriert sich auf sich und nicht auf andere Dinge (am Mittwoch beispielsweise haderte man lange Zeit mit den Schiedsrichterentscheiden), bleibt diszipliniert und raubt so den offensiv bescheidenen Zürchern ihre grösste Waffe, das Powerplay (mit diesem trafen sie auch heute).
Die erste Linie schaffte es endlich, ihren Topskorer Galante in bessere Abschlusspositionen zu bringen, der prompt drei Tore erzielte. Trotzdem agiert dieser Block im Defensivspiel ab und an auch zu wenig konkret.
Grosses Lob verdient sich weiterhin die dritte Linie, die es nominell zwar öfters mit der gegnerisch schwächsten Formation zu tun bekommt. Aber dieser Block schafft es bislang, Playoff-Unihockey zu spielen. Will heissen in der Defensive kompakt stehen, wenig Risiko in der Vorwärtsbewegung und vorne dennoch Chancen kreieren und dazu auch effektiv zu bleiben. Nach dem 2:0 am Mittwoch, resultierte diesmal gar ein 3:0-Bilanz.
Diese Formation hat also einen grossen Anteil an der 2:1-Serienführung. Für die weitere positive Entwicklung benötigt es aber weiter eine Steigerung der ersten Linie und vor allem ein Aufwachen der zweiten Formation, die erneut mit einer Minus-Bilanz vom Feld musste.

Dass längst noch nicht alles stabil ist, zeigt allein die Situation, dass sich SVWE -Trainer Tatu Väänänen nach 49. Minuten und trotz 7:3-Führung gezwungen sah, sein Time-Out zu nehmen, weil man zu hektisch agierte und dem Gegner so gute Möglichkeiten ermöglichte.

Grasshopper Club Zürich – SV Wiler-Ersigen 3:8 (2:3, 1:2, 0:3)
Sporthalle Hardau, Zürich. 672 Zuschauer. SR Colacicco/Roth.
Tore: 5. A. Galante Carlström (L. Persson) 0:1. 7. S. Laubscher 0:2. 9. G. Flisch 1:2. 13. R. Gasparik (D. Känzig) 1:3. 18. G. Flisch (L. Bernsteiner) 2:3. 30. T. Döbeli (D. Känzig) 2:4. 35. A. Galante Carlström (G. Persici) 2:5. 39. F. Niederberger (K. Bier) 3:5. 41. G. Persici (A. Galante Carlström) 3:6. 44. A. Galante Carlström (G. Persici) 3:7. 60. Y. Wyss (L. Persson) 3:8.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich. 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen
Bemerkungen: SVWE mit Kramer im Tor, ohne Tambini, Vogt und Thöni.

 

LUPL-Playoff-Viertelfinal:  SVWE vs. GC Unihockey (alle Heimspiele in der Grossmatt, Kirchberg)  – Stand 2:1
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Spiel 1:
SVWE vs. GC Unihockey 3:4 n.Pen.
Spiel 2: SVWE vs, GC Unihockey 8:4
Spiel 3: GC Unihockey vs SVWE 7:3
Spiel 4: GC Unihockey vs SVWE, Mi. 18.3. 19.30
Spiel 5: SVWE vs GC Unihockey, So. 22.03. 17.00
ev Spiel 6: GC Unihockey vs SVWE,  Mi. 25.3. 19.30
ev. Spiel 7: SVWE vs GC Unihockey, Sa. 28.03. 17.00