Schon im ersten von maximal sieben Spielen in der Playoff-Viertelfinalserie zwischen dem SVWE und GC Unihockey wurde man ans Vorjahr erinnert. Der Rekordmeister tat sich erneut schwer mit der Favoritenrolle und kassierte am Ende mit einer 3:4-Niederlage nach Penaltyschiessen bereits ein Break. Weiter geht es kommenden Mittwochabend, wiederum mit einem Heimspiel in Kirchberg (Spielbeginn 19.30 Uhr). Der Druck auf den SVWE ist damit nicht kleiner geworden.
Dabei deutete zu Beginn nichts auf ein enges Spiel hin. Der SVWE startete konzentriert und engagiert in die Begegnung, schon im ersten Einsatz gab es drei Abschlüsse. Nach sechseinhalb Minuten lag das favorisierte Heimteam bereits mit 2:0 in Front, dank Toren von Bischofberger und Persson. Der einzige Makel, die Führung war zu knapp. Allein Deny Känzig, der nach seiner Rückkehr aus einer 16 monatigen Verletzung immer noch auf seinen ersten Treffer wartet, vergab in der Startphase drei Hochkaräter.
Und so kam GC relativ unbeschadet aus diesen schwierigen ersten 10 Spielminuten und brachte sich mit der zweiten Torchance und einem Ablenker von Bolin auf einen Schuss von Bier wieder ins Spiel zurück. Auch die Entstehung dieses Treffers erinnerte stark an die Vorjahres-Serie, als der SVWE immer wieder Gegentore auf diese Weise kassierte. Und weil die erste Zürcher Linie nur vier Minuten später durch Riedi zum 2:2 ausglich, konnte die Partie wieder bei Null beginnen.
Doch in der Folge war die Partie durch diesen Ausgleich nicht etwa lanciert, sondern vielmehr blockiert. Beide Teams taten sich enorm schwer, im weiteren Fortlauf des Spiels Torchancen zu erarbeiten. Von GC konnte man als Auswärtsteam und underdog nicht mehr erwarten, vorm Heimteam allerdings schon. Die in der Qualifikation so starke Offensive mit Spielern wie Galante, Persici oder Schmid bleib vieles schuldig und enttäuschte das Heimpublikum. Zwei Tore in Überzahl, je eines auf beiden Seiten, war das einzige an Zählbarem, was die Fans bis zur Ablauf der regulären Spielzeit, inklusive 10 Minuten Verlängerung, noch zu sehen bekamen.
So musste am Ende das Penaltyschiessen entscheiden und in diesem blieb GC, wie ebenfalls bereits letztes Jahr, Sieger und schaffte damit das Break. Dabei genügten den Zürchern 2 Penalty-Tore zum Sieg, weil beim Heimteam nur Känzig traf. Die Penaltyentscheidung passte also bestens ins harmlose Bild der Gastgeber. Beim SVWE erfuhr der «schlechte Film» aus dem Vorjahr eine ungewollte Fortsetzung. Es liegt am Rekordmeister zu reagieren und dafür zu sorgen, dass die «zweite Staffel» diesmal ein anderes Ende nimmt.
SV Wiler-Ersigen – Grasshopper Club Zürich 3:4 n.P. (2:2, 0:0, 1:1, 0:0)
Sportanlage Grossmatt, Kirchberg BE. 494 Zuschauer. SR Bühler/Bühler.
Tore: 4. N. Bischofberger (A. Galante Carlström) 1:0. 7. L. Persson 2:0. 12. T. Bolin (K. Bier) 2:1. 16. P. Riedi (T. Bolin) 2:2. 46. Y. Wyss (L. Persson, Ausschluss GC)) 3:2. 56. T. Bolin (P. Riedi, Ausschluss SVWE)) 3:3.
Penaltyschiessen: P. Riedi trifft 0:1. D. Känzig trifft 1:1. F. Göldi trifft 1:2. S. Mathis verschiesst. D. Hasenböhler verschiesst. J. Rüegger verschiesst. Y. Wyss verschiesst. C. Schmid verschiesst. A. Galante Carlström verschiesst. M. Louis verschiesst.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen SV Wiler-Ersigen. 1mal 2 Minuten gegen Grasshopper Club Zürich.
Bemerkungen: SVWE mit Kramer im Tor, ohne Tambini, Thöni und Vogt.
LUPL-Playoff-Viertelfinal: SVWE vs. GC Unihockey (alle Heimspiele in der Grossmatt, Kirchberg) – Stand 0:1
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Spiel 1: SVWE vs. GC Unihockey 3:4 n.Pen.
Spiel 2: SVWE vs, GC Unihockey, Mi. 11. März 19.30
Spiel 3: GC Unihockey vs SVWE, Sa. 14.3. 17.00
Spiel 4: GC Unihockey vs SVWE, Mi. 18.3. 19.30
ev. Spiel 5: SVWE vs GC Unihockey, So. 22.03. 17.00
ev Spiel 6: GC Unihockey vs SVWE, Mi. 25.3. 19.30
ev. Spiel 7: SVWE vs GC Unihockey, Sa. 28.03. 17.00

